Bayerischer Wald

Der Nationalpark Bayerischer Wald erstreckt sich über die Gipel des Großen Falkenstein, dem Rachel und dem Lusen.

Der Nationalpark Bayerischer Wald erstreckt sich im Osten Bayerns über die Bergregionen vom Großen Falkenstein und dem Großen Rachel bis zum Lusen. In Deutschland auf dem Gebiet der Gemeinden Regen und Freyung-Grafenau gelegen, schließt das Mittelgebirge in Tschechien an den Nationalpark Šumava an und bildet damit eines der größten Schutzgebiete in Europa. Der Luchs ist nach seiner Auswilderung beginnend in den 1970er Jahre wieder im Nationalpark heimisch geworden und ebenso wie die Wildkatze ein Bewohner des Waldes. Das über 300 Kilometer lange Netz aus gut markierten Wanderwegen und ein Baumwipfelpfad im Nationalparkzentrum Lusen bietet beste Aussichten und Einsichten in den Urwald von morgen.

Der Bayerische Wald wurde früher auch als Böhmerwald bezeichnet

Der früher als Böhmerwald bezeichnete Bayerische Wald ist ähnlich dem Harz stark durch die Forstwirtschaft geprägt. Im Nationalpark schlägt sich das durch einen noch hohen Bestand an Fichten in den Hochlagen aus. Dieser sogenannte Bergfichtenwald wird von der Gemeinen Fichte dominiert, Vogelbeere und Ahorn sind vereinzelt anzutreffen.

Der Bayerische Wald ist ein Mischwald aus Tannen, Buchen und Fichten

Ein Mischwald aus Tannen, Buchen und Fichten besetzt die Regionen um die Berge. Im Tal ist der Nationalpark um den Schutz der Aufichtenwälder bemüht. Hochmoore und Moorseen, etwa der Latschensee, liegen ebenfalls im Einzugsbereich. Die Waldfotos zeichnen ein Bild vom Bergmischwald und dem Bergfichtenwald.

In die Schlagzeilen geriet der Nationalpark durch den Befall mit dem Borkenkäfer

In die Schlagzeilen geriet der Nationalpark durch den Befall mit dem Borkenkäfer und dem Absterben eines großen Teils der Wälder in den Hochlagen in den 1990er Jahre. Die Nationalparkverwaltung, die nach dem Motto Natur Natur sein lassen nicht einschritt und diesen Prozess zuließ, musste sich in der Folge hitzigen Diskussionen stellen, vor allem auch durch die Anwohner. Wer heute allerdings eine Wanderung durch die ehemals abgestorbenen Gebiete unternimmt, beispielsweise um den Rachel, sieht wie im Gegensatz zur damaligen Monokultur ein vielfältiger, gesunder Urwald nachwächst.