Thüringer Wald

Der Thüringer Wald ist ein waldreiches Mittelgebirge mit einer als Biosphärenreservat ausgewiesenen Kernzorne.

Der Thüringer Wald ist ein waldreiches Mittelgebirge, als Naturpark unter Schutz gestellt und mit einer als Biosphärenreservat ausgewiesenen Kernzorne. Das Thüringer Schiefergebirge im Südosten wird allgemein noch zum Thüringer Wald dazugezählt, wenn es auch aus geologischer Sicht deutlich abzugrenzen ist. Der Wald erstreckt sich über 1000 Quadratkilometer, mit dem Großen Beerberg (982,9 m) als höchste Erhebung, weitere bekannte Berge sind der Schneekopf, der Große Finsterberg und der Große Inselsberg. Durch den Thüringer Wald führt der älteste Wanderweg Deutschlands, der Rennsteig. Einst ein Grenzweg mit noch etwa 1300 sichtbaren Grenzsteinen, ist er heute der meistbewanderte Weitwanderweg Deutschlands.

Das Vessertal wird als Biosphärenreservat Thüringer Wald bezeichnet

Das Biosphärenreservat Vessertal, heute allgemein als Biosphärenreservat Thüringer Wald bezeichnet, liegt westlich von Frauenwald. Hier bedeckt der Wald rund 90% der Fläche, untergliedert mit Mooren, Bächen und Wiesen. Das Vessertal ist als Europäisches Vogelschutzgebiet ausgewiesen, besondere Bedeutung wird dabei dem Schutz von Schwarzstorch und Birkhuhn zugemessen.

Rund um Frauenwald im südöstlichen Teil des Thüringer Waldes

Die Thüringer Waldfotos entstanden im südöstlichen Teil des Thüringer Waldes. Der Ausgangspunkt meiner Wanderungen war Frauenwald, von dort über Allzunah nach Neustadt am Rennsteig sowie nördlich bis nach Stützerbach. Die Talsperre Schönbrunn, gespeist aus den Flüssen Schleuse, Gabel und Tanne, als auch das Vessertal, waren Ziele der Wanderungen.

Der Fichtenwald und die natürliche Vegetation des Thüringer Waldes

Der Fichtenwald dominiert die Waldfläche im Thüringer Wald, obwohl das natürliche Vorkommen des Nadelwalds nur bei rund 20% der Fläche stehen dürfte. Der Hauptanteil der natürliche Vegetation des Thüringer Waldes, Bergmischwälder mit einer Waldgemeinschaft aus Buchen, Fichten und Tannen, steht heute bei nur knapp über 10%. Schuld an diesem Missverhältnis, wie in fast allen deutschen Wäldern, ist die Übernutzung des Waldes beginnend im Mittelalter und Wiederaufforstung als schnell wachsender Wirtschaftswald.

In alten Fichtenbeständen wird die natürliche Vegetation wiederbelebt

Maßnahmen, die natürliche Vegetation in die Monokulturen des Fichtenwalds einzubringen, werden seit 1993 angegangen und in Bezug auf den Klimawandel weiter intensiviert. Bevorzugt in die älteren Fichtenbestände wurden Laubgehölze eingebracht, so dass der Anteil des Mischwalds bis 2001 um ca. 485 Hektar erweitert werden konnte.