Teutoburger Wald

Der Naturpark Teutoburger Wald / Eggegebirge ist ein Mittelgebirge in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

Der Teutoburger Wald ist ein Mittelgebirge in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Im Südosten geht der Teutoburger Wald in das Eggegebirge über, zusammen mit diesem beträgt die Fläche des Naturparks Teutoburger Wald / Eggegebirge rund 2700 Quadratkilometer. Der höchste Berg des Teutoburger Walds ist der Barnacken mit einer Höhe von 446,4 Meter, der Velmerstot mit einer Höhe von 464 Meter der höchste Berg des Eggegebirges. Der Teutoburger Wald besteht aus 3 parallelen Kämmen, geformt durch unterschiedlich harte Gesteinsschichten. Großen Einfluss auf das Erscheinungsbild des Teutoburger Waldes mit seinen langgezogenen Tälern hatte die Eiszeiten des Quartär. Die Externsteine und die Dörenther Klippen zählen dabei zu den wenigen sichtbaren Felsen im Teutoburger Wald. Neben vielen kleinen Bächen und Flüssen zählen Ems, Lippe und Hase zu den Durchflussgewässern des Teutoburger Waldes.

Rund 600 Hektar des Naturparks werden nicht mehr bewirtschaftet

Rund 600 Hektar des Naturparks Teutoburger Wald / Eggegebirge werden seit einigen Jahrzehnten nicht mehr bewirtschaftet. Hier soll wieder die ursprüngliche Wildnis des Buchenwalds gefördert werden. Damit zurückgedrängt werden auch die künstlichen Anpflanzungen der Fichte, welches vor allem in der Nähe der Sandeinwehungen der Senne zu artenarmen Monokulturen geführt hat. Gerade das Zusammenwirken verschiedener natürlicher Biotope, über Buchenwälder unterschiedlichster Ausprägung, Laubmischwald, Heidelandschaft und Moore ist für die Artenvielfalt im Teutoburger Wald von größter Bedeutung. So ist der Teutoburger Wald bereits heute wieder ein bedeutender Lebensraum für Schwarzspecht und Uhu.

Über den Hauptkamm des Teutoburger Waldes führt der Hermannsweg

Der Hermannsweg, ein 156 Kilometer langer Fernwanderweg, führt einen großen Teil seiner Strecke über den Hauptkamm des Teutoburger Waldes. Zusammen mit dem Eggeweg bildet er die Hermannshöhen, ein insgesamt 226 Kilometer langer Wanderweg durch Eggegebirge und Teutoburger Wald. Bei den Wanderungen werden Buchenwälder, Mischwälder, Waldbestände mit Fichten und Lärchen als auch durch die Heidelandschaft der Senne beeinflusste Waldgemeinschaften gequert.

Die Schlacht im dunklen und undurchdringlichen Teutoburger Wald

Neben den Externsteinen, dreizehn Sandsteinfelsen mit einer Höhe von bis zu 40 Meter, und den Dörenther Klippen ist das Hermannsdenkmal das touristische Highlight im Teutoburger Wald. Zwischen 1838 und 1875 auf dem Teutberg bei Detmold erbaut, erinnert es an die Schlacht des Cheruskerführers Arminius. Die Schlacht zwischen Römern und Germanen im Teutoburger Wald, auch Hermannsschlacht oder Varusschlacht genannt, soll laut dem römischen Schriftsteller Tacitus hier stattgefunden haben. Ob Arminus allerdings hier im Teutoburger Wald und nicht vielleicht doch ganz woanders siegreich war, dessen ist man sich heute nicht mehr so sicher.